Die zuletzt im Juli 2013 reformierte Dublin-Verordnung regelt seit 2003 unter den Dublin-Vertrags-Staaten (alle EU-Mitglieder sowie die Schweiz. Norwegen und Island) die Zuständigkeit für die Durchführung eines Asylverfahrens nach der Einreise eines Flüchtlings. Das Grundprinzip ist, dass jeweils der Dublin-Staat für die soziale Versorgung und das Asylverfahren zuständig ist, der die Einreise z. B. durch ein Visum ermöglicht bzw. diese nicht verhindert hat.

Reisen Flüchtlinge von dort aus weiter in zentralere Dublin-Staaten, wird hier vor allem geprüft, welcher Staat zuständig ist. In vielen Fällen ist dies nicht so leicht festzustellen. Es kommt dazu, dass Flüchtlinge vielmals von einem Dublin-Staat zum anderen hin- und hergeschoben werden. Entsprechend werden auch die Gründe für ihre Flucht in dieser Zeit nicht geprüft.

Nicht selten müssen sie Gefängnis oder Abschiebung anstatt Asyl in dem für sie zuständigen Dublin-Vertragsstaat befürchten. Verstreicht eine bestimmte Frist, ist der Staat für die soziale Versorgung der Flüchtlinge und das Asylverfahren zuständig, in dem sich die Betroffenen akut aufhalten.

Das geplante Netzwerk wird ermöglichen, dass Betroffene auch nach einer Zurückschiebung in einen anderen Dublin-Staat Kontakt zu BeraterInnen oder anderen Unterstützungsinitiativen halten und sich diese im Ostseeraum Engagierten auch mit Blick auf Einzelfälle austauschen und zuarbeiten.

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