Die Ostsee-Konferenz Flucht und Migration verlief erfolgreich

Über 100 TeilnehmerInnen aus 12 verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Organisationen haben an der Baltic Sea Conference on Migration Issues 6.-9.3.2014 teilgenommen. In neun Workshops wurden einzelne Themen ausführlich diskutiert und die weitere Zusammenarbeit geplant.

Eine gemeinsame Resolution wurde verabschiedet und die Vertiefung der Vernetzung beschlossen.

Organisation der Konferenz:

An der Organisation und Durchführung des Osteenetzwerkes und der Ostseekonferenz zu migrations- und fluchtspezifischen Themen sind bisher beteiligt (die Liste wird laufend aktualisiert):

  • Fanny Dethloff, Flüchtlings- und Menschenrechtsbeauftragte der Nordkirche (OeMF)
  • Martin Link, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V.
  • Torsten Döhring und Stefan Schmidt, Landesbeauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein
  • Uwe Giffei, Fluchtpunkt Hamburg - Kirchliche Hilfsstelle für Flüchtlinge
  • Doris Kratz-Hinrichsen, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein
  • Bettina Clemens, Diakonisches Werk Hamburg
  • Pirkko Andresen, Kirchenkreis-HH-Ost
  • Dietrich Gerstner und Christa D. Hunziger, Zentrum für Mission und Ökumene Hamburg
  • Genia Schenke-Plisch, BAG Asyl in der Kirche
  • Elisabeth Hartmann-Runge, Ökumenische Arbeitsstelle des Ev.-Luth. Kirchenkreises Lübeck Lauenburg
  • Katharina Stamm, Zentrum Migration und Soziales, Diakonie Deutschland
  • Doris Peschke, CCME - Churches' Commission for Migrants in Europe
  • Doreen Klamann-Senz, Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern
  • Andrea Dallek, Koordination Baltic Sea Network on Migration Issues

Programm

Baltic Sea Conference on Migration Issues 2014

Ostseekonferenz Flucht und Migration 2014

Hotel Steigenberger Conti-Hansa
Schloßgarten 7, Kiel
Schleswig-Holstein

Teilnahmebeitrag: 150 Euro inkl. Unterbringung, 90 Euro ohne Unterbringung (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Sprache der Konferenz ist Englisch.

Beginn Donnerstag, 6.3. Anreise und Kennenlernen (Come together)

Ende Sonntag 9.3. Abreise

Donnerstag 6.3.2014

ab 15 Uhr Anreise und Anmeldung

16 Uhr: Kennenlernen der TeilnehmerInnen

17 Uhr Antimilitaristischer Stadtrundgang durch Kiel

18 Uhr Gottesdienst (optional)

19 Uhr Abendessen in Kiel: Musik und Buffet

Freitag, 7. März 2014

ab 8 Uhr: Anmeldung

8 Uhr Frühstück

8:45 Uhr Andacht (optional)

9 Uhr Plenarsitzung:

Begrüßungsreden:

Ziel und Grund der Konferenz
• Fanny Dethloff, Flüchtlings- und Menschenrechtsbeauftragte
der Nordkirche (OeMF) und Andrea Dallek, Koordination Baltic Sea Network on Migration Issues

Begrüßung

• Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, Schleswig-Holstein

• Stefan Schmidt, Beauftragter für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein

• Gerhard Ulrich, Landesbischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)

Vorträge

Erfahrungen mit flüchtlingssolidarischer Vernetzung – von Europa bis zu den Frontstaaten

Erfahrungen einer Grassroots-NGO
• Marion Bayer, Kein Mensch ist illegal, Hanau

Erfahrungen einer europaweiten kirchlichen Organisationen
• Doris Peschke, Churches Commission for Migrants in Europe, Brüssel, Belgien

11 Uhr Kaffeepause

Vorträge
EU-Recht als Grundlage der Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen rund um die Ostsee
• Karl Kopp, Europareferent PRO ASYL, Frankfurt/Vorstandsmitglied ECRE

Zugang nach Europa – das Recht sein Land zu verlassen
• Nils Raymond Muiznieks – Beauftragter für Menschenrechte, Europarat, Straßburg, Frankreich (angefragt)


Die Situation in Estland 2013
• Juhan Saharov, Johannes Mihkelson Centre, Tartu, Estland

Kurzeinführung in die Workshops
(Ablauf der Workshops: Problemaufriss und Darstellung der Situation in verschiedenen Ostseeanrainserstaaten, Handlungsmöglichkeiten und Austausch über zukünftige Kooperationen)

13-14 Uhr Mittagspause

14 Uhr Workshops Runde 1:

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
• Ole Vent, lifeline Vormundschaftsverein für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Kiel
• Thomas Berthold, Bundesfachverband Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e. V., Berlin
• Pia Lindfors, Flüchtlingsrat Finnland (angefragt)

Religiöse Verfolgung sowie Taufe und Konversion im Asylverfahren
• Fanny Dethloff, Flüchtlings- und Menschenrechtsbeauftragte der Nordkirche (OeMF)
• Jouni Lehikoinen, Pastor in Mikaelin seurakunta, Turku, Finnland

Undokumentierte MigrantInnen
• Eve Geddie, PICUM, Brüssel, Belgien
• Thomas Schroeter, medibüro, Kiel

Arbeitsmigration
• Jochen Empen, DGB Projekt Faire Mobilität, Hamburg

Praktische Solidarität in der Kirche
• Bernhard Fricke, Asyl in der Kirche e.V., Berlin

18 Uhr Abendessen

Gegen 20 Uhr Abendprogramm

Markt der Möglichkeiten - Präsentation von lokalen und teilnehmenden Gruppen und Organisationen

Samstag 8.3.2014

8 Uhr Frühstück

8:45 Uhr Andacht (optional)

Vorträge

9 Uhr Flüchtlingsselbstorganisation und -proteste
• SprecherIn der „Lampedusa in Hamburg“-Gruppe, Hamburg (angefragt)

9:30 Uhr Flüchtlingsabwehr durch die Dublin-Verordnung:

Die Rolle der Bundespolizei in Deutschland
• Marei Pelzer, PRO ASYL

Die Dublin-Verordnung am Beispiel Deutschland - Polen
• Harald Glöde, borderline Europe Deutschland and Aleksandra Chrzanowska, Association for Legal Intervention, Polen

11 Uhr: Workshops Runde 2

Das „Dublin III Verfahren“ und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten
• Martin Link, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein
• George Joseph, Caritas Schweden

Abschiebungen und Abschiebehaft
• Svetlana Djackova, Latvian Center for Human Rights, Lettland (angefragt)
• Ulli Sextro, Diakonie Hessen

Menschen- / Frauenhandel
• NGO Shelter „Safe House“, Riga, Lettland (angefragt)
• Jozefa Paulsen, contra – Fachstelle gegen Frauenhandel in Schleswig-Holstein
• Sarah Schwarze, Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess


Traumatisierte Flüchtlinge / MigrantInnen
• Doro Bruch, Xenion - Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte, Berlin
• Maria Ksiazak, International Humanitarian Initiative Foundation (IHIF), Polen

13-14 Uhr Mittagspause

15 - 17 Uhr Weiterführung der Workshops

18 Uhr Kurze Darstellung der gemeinsamen Verabredungen und zentralen Forderungen, die in den Workshops aufgekommen sind.

19 Uhr Abendessen

20 Uhr Praktische Übungen für Betroffene von Posttraumatischer Belastungsstörung - Entspannung ohne Regression
(optional, max. 18 Teilnehmende)
• Franziska Nürnberger, Berlin, Germany

Darstellung der Ergebnisse der Workshops an einer Wandzeitung

Sonntag 9.3.2014

8 Uhr Frühstück

9 Uhr Andacht (optional)

9:30 Uhr Plenarsitzung

Perspektive EU-Wahl - Podium: Umsetzungsmöglichkeiten der Arbeitsergebnisse der Workshops in Europa

Anschließend: Gemeinsame Verabredungen für die mögliche zukünftige Zusammenarbeit der KonferenzteilnehmerInnen

13 – 14 Uhr Mittagspause

Abreise der TeilnehmerInnen