Willkommen beim Ostsee-Netzwerk Flucht und Migration

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Nonstop von Neumünster über Oslo ins Gefängnis im Jemen

Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V.: PRESSEERKLÄRUNG, Kiel, 29.8.2014

Kettenabschiebung eines Dublin-Flüchtlings:

Nonstop von Neumünster über Oslo ins Gefängnis im Jemen

Kieler Flüchtlingsrat protestiert gegen die „Auslieferung“ eines politisch verfolgten Journalisten an den Verfolgerstaat Jemen und fordert Initiativen zu seiner Befreiung

Weitere Informationen: Bitte diesem Link folgen.

Petition gegen Diskriminierung von Roma

Mit einer gemeinsamen Postkartenaktion zur Europawahl appellieren der Landesverband der Deutschen Sinti und Roma und der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein sowie das Projekt diffairenz im IQ-Netzwerk SH an das Europäische Parlament, sich für eine wirksame europäische Antidiskriminierungspolitik zugunsten von Roma innerhalb und außerhalb Europas einzusetzen.

Sie können die Postkarte - gern auch mehrzählig zum Weiterverteilen beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V. anfordern bei office@frsh.de.

Online ist die Beteiligung mit eMail an das Menschenrechtskommitee des Europäischen Parlaments möglich: www.frsh.de/themen/roma/

 

 

Ostseekonferenz Flucht und Migration erfolgreich verlaufen - gemeinsame Resolution verabschiedet

Pressemitteilung, Kiel, 9.3.2014

 

Flüchtlingsexperten aus 12 Ländern fordern großzügige Aufnahme von Flüchtlingen und stellen sich gegen das bestehende System militärischer und rechtlicher Abschottung gegen Asylsuchende

Über 100 TeilnehmerInnen aus 12 Ländern haben sich am Wochenende in Kiel zur Baltic Sea Conference on Migration Issues getroffen. Themen waren unter anderem die für Flüchtlinge bestehenden Zugangshürden des Dublin-Systems, der Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die Asylanerkennung religiöser Verfolgung und die Abschiebehaft.

Organisiert wurde die Konferenz unter anderem von der Ev.-Luth. Landeskirche in Norddeutschland, dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, den Flüchtlingsorganisationen Borderline Europe und Pro Asyl und dem Landeszuwanderungsbeauftragten Schleswig-Holsteins.

Zur Eröffnung dieser Expertenkonferenz der Flüchtlingsorganisationen aus dem gesamten Ostseeraum erklärte Justizministerin Anke Spoorendonk, die Themen der Tagung seien für die politisch Verantwortlichen unbequem. Mit einer Politik des Abschottens, Abschiebens, Strafens oder Sanktionierens komme aber niemand in Europa auf Dauer zu tragbaren Lösungen. Europa sei ein "Friedensprojekt", und der Erhalt eines friedlichen, toleranten Zusammenlebens in kultureller Vielfalt ist zentral.

Oberkirchenrat der Nordkirche Andreas Flade übermittelte die Grüße von Bischof Gerhard Ulrich. Das Thema Einwanderung werde in Europa noch oft unterschätzt.  Mit Blick auf die bisweilen auch innerhalb Europas bestehende Not erklärte Flade, Fluchtmigration sei mitnichten nur ein Phänomen südlicher Länder, sondern ebenso ein zentral europäisches.

Die TeilnehmerInnen der Konferenz verabschiedeten zum Abschluss eine gemeinsame Resolution, die von der EU und den Regierungen der EU-Mitgliedstaaten das Ende der militärischen Abschottung gegen Flüchtlinge an den europäischen Außengrenzen und die Beseitigung rechtlicher und administrativer Asylzugangshürden einfordert.

Die Konferenz ist der Auftakt für die Weiterarbeit des Baltic Sea Network on Migration Issues, in dessen Rahmen die im Ostseeraum in der Flüchtlingssolidarität engagierten Flüchtlingsorganisationen, Institutionen und Fachleute die Einzelfallhilfen, den Austausch untereinander und die Öffentlichkeitsarbeit künftig miteinander eng vernetzen werden. 

 

·         gez. Fanny Dethloff, Flüchtlingsbeauftragte der Evgl.-Luth. Landeskirche in Norddeutschland, T. 040-36900262, fanny.dethloff@oemf.nordkirche.de

·         Andrea Dallek, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., bsc2014@frsh.de

Hier ist diese Mitteilung als PDF zu finden.

Hier ist die gemeinsame Resolution der TeilnehmerInnen zu finden.

September 15, 2015

Hopes of an unbureaucratic transit fail

Danish police detains transit refugees and forces their registry

After consultations with Denmark and Sweden the state government in Kiel is allowing refugees to continue their journey to Sweden via Denmark. However, the Danish authorities are not interested in any arrangements, and consequently clear a train as well as a ferry in Rødby.

On September 8, a number of 100 refugees going through Lübeck  to Copenhagen by train were detained by the German federal police. The refugees on their flight due to violence in war and persecution in their home countries Afghanistan, Syria, and Eritrea were mainly on their way to Sweden.

There they have relatives and the prospect of receiving asylum. Over 80 of the transit refugees who were hindered to travel further had to hold out at the Lübeck train station where they demanded to be allowed to journey on to Malmö. Among them men and women, families, some of them with very small children and a large number of minors.

The Schleswig-Holstein state government had apparently with success found an agreement with the responsible authorities in Denmark and Sweden to let the affected refugees continue their journey. At last, the refugees and a group of supporters, amongst others people from  the refugee forum in Lübeck, accompanying them could get on the train that was to leave for Sweden via Denmark.

At a stop in Rødby however, the Danish police destroyed the hopes of an unbureaucratic transit for the refugees that night. A police official stated that they did not know anything about bi – or trilateral arrangements between Germany, Denmark and Sweden.

With reference to the Dublin regulation the refugees’ onward journey was denied and they were extracted from the ferry by the police. “Everything went wrong,” said Heike Behrens from the refugee forum in Lübeck. The trap had snapped shut. “Every refugee refugee with Sweden as a destination is advised to avoid the route through Denmark and try it directly.” ,warned Heike Behrens.

A group of 150 of the Lübeck transit refugees were interned in a school facility in Havnegade, Rødby and were forced to spend the night. Refugees are not to leave the building and are not allowed to speak with anyone outside the school. The access for journalists was denied and taking pictures as well as filming is prohibited.

Updates of the ongoing situation will follow.

 

Nicholas Bell

Baltic Sea Network on Migration Issues